144 Stunden Thailand: Stopover-Impressionen

Nach „Amazing Thailand“ können viele nicht lange genug reisen. Und manche „Farang“ bleiben sogar für immer. Oder zumindest über Winter. Und wenn schon Fernreise, dann doch wenigstens drei Wochen. Für mich ergab sich in diesem Herbst jedoch lediglich die Gelegenheit für einen Stop-over auf dem Weg zwischen „Far East“ und „Old Europe“. Aber auf den konnte und wollte ich nicht verzichten. Auch um für meinen Blog ein paar aktuelle Impressionen aus diesen Stunden zu erhaschen.

Thailand im Schnelldurchlauf ist weder für den Erstbesucher noch den Thailand-Fan wirklich zu empfehlen. Jemand hat einmal geschrieben, dass beim Reisen nicht nur der Körper, sondern auch die Seele ankommen muss. Und die braucht nach meiner Erfahrung immer ein bisschen länger als eine Langstrecken-Flugdistanz. Gerade wenn die Destination „Thailand“ heißt.

Nicht nur an Klima und Sonne, sondern auch an Lebensrhythmus und Essen, Verkehr und Verhalten, Lächeln und Loslassen muss ich mich immer wieder einen Moment lang gewöhnen. Und lasse mich dann gerne davon gefangen nehmen, tauche ein in das Thailand, das mir begegnet.

Diesmal blieb mir die Zeit für diese Phase des Ankommens nicht. Kaum in Suvarnahbhum gelandet, warf ich mich in Bangkoks Gewusel, fuhr mit dem Morgenzug hinaus ins Eastern Seaboard, tauchte kurz ein in die Untiefen Pattayas, erlebte ein Stück „echtes Thailand“ in der Industriestadt Chon Buri und konnte auf ein kleines Strand-Hopping in der Gegend um Bang Sare nicht verzichten, bevor mich der Asian Highway No. 7 schon wieder zurück zum Airport brachte.

In diesen wenigen Stunden oder Tagen bleibt ein solches Reiseerlebnis natürlich nur eine Instant-Mischung und insbesondere dem Thailand-Neuling ist keinesfalls zu empfehlen, meinem Beispiel zu folgen und Thailand lediglich stop-over zu besuchen. Wer zumindest einen Hauch dieses Landes, seiner Menschen, seines Lebens erahnen will, braucht länger. Man muss schon ins Schwitzen kommen, um Thailand wirklich kennenzulernen.

Mit dem morgendlichen Bummelzug von Bangkok ins Eastern Seaboard

Trotzdem hat mir mein Kurztrip gutgetan. Ein letztes Mal Sonne und Wärme tanken vor dem europäischen Winter. Original Thai-Food genießen mit all den frischen Zutaten, die dieses unverwechselbare Geschmackserlebnis erst wirklich ausmachen. Mich mit Menschen treffen, die neugierig, freundlich und offen sind. Und auch noch einmal zu lernen, welche Orte in Thailand mir guttun und welche nicht.

Ein paar Geschichten habe ich mitgebracht, die ich hier im Blog während der kalten europäischen Wintermonate über Thailand und meine Begebenheiten dort erzählen werde und die – trotz Baht-Hausse, Visa-Fragen, politischen Debatten um Korruption oder Meinungsfreiheit sowie rückläufigem touristischem Interesse aus Europa – vielleicht doch Lust machen auf die Seiten Thailands, die so viele Menschen nach wie vor faszinieren und die sich für mich in den über 13 Jahren, in denen ich Thailand bereise, nicht negativ verändert haben.

Aber in diesem Blog-Beitrag lasse ich erst einmal meine Bilder erzählen: vom teilweise geradezu ekstatischen Tempelfest mit freiem Frühstück für alle gespendet von den örtlichen Gewerbetreibenden in einem von Chon Buris Vororten oder von den Dancing Kids, die sich jeden Samstag und Sonntag im Amulet Center Chon Buri zum gemeinsamen Training treffen – selbstbestimmt, sich gegenseitig unterstützend und voneinander lernend.

Denn letztlich gilt nach meiner Erfahrung in Thailand die gleiche Regel wie in jedem anderen Land der Welt, das ich bisher besuchte: So wie ich als Gast den Menschen eines Landes begegne, so werden sich diese in aller Regel auch mir gegenüber verhalten. Meine Reiseerlebnisse hängen viel mehr von mir und meinen Einstellungen ab als von anderen oder von Umständen.

Und: ich bin auf Reisen weitgehend frei darin, zu welchen Menschen meines Gastlandes ich Kontakt suche. Und zu welchen nicht. Das sind die Freiheiten des Reisens: die Freiheit, anzukommen. Die Freiheit, sich einzulassen auf Menschen, Situationen und Länder. Und die Freiheit, weiterzuziehen: zu anderen Menschen, Erlebnissen, Orten, Ländern. Das macht den Wert des Reisens aus. In Thailand und anderswo. Ob kurz oder lang.

Sawadhee khap and see you next time, Siam!

P.S.: Zu den Dancing Kids von Chon Buri gibt es übrigens noch ein Video auf meinem Youtube-Kanal:

In der Grotte: Buddha, Tempel und Dämonen

Im Halbdunkel der Grotte erwischte sie mich. Unverhofft, intensiv: Eine Ahnung von Ewigkeit. Eine Intuition von Erleuchtung. Thailand – das schrille, bunte, laute Land – war plötzlich weit weg, obwohl es doch nur draußen vor dem unscheinbaren Eingang zu dieser Stätte im Isaan lag, an der ich ein wenig Einsicht in die Weisheit des Buddhismus und in die Kraft seiner Botschaft erlangte.  

Die Thailänder sind im Allgemeinen ein fröhliches Völkchen. Sie kommunizieren gerne. Ihre Musik beim Volksfest oder ihre Fernsehgeräte auf der Terrasse zu Hause können nicht laut genug sein. Gemeinsame Tafelrunden sind ein großes, sympathisches, lebendiges Palaver und die gemieteten Beschallungen samt DJs bei Festen – egal ob Hochzeiten oder Beerdigungen – reichen leicht für ein ganzes Isaan-Dorf und nicht nur für die eigentlichen Party-Gäste. Und das auch gerne über mehrere Tage.

Auch Thailands Tempelanlagen wirken oft wie ein bunter Jahrmarkt und nicht wie Orte des Glaubens oder der Besinnung. Der Buddhismus ist in Thailand ein echter Volksglaube und wird auch so gelebt und praktiziert. Spätestens beim Besuch eines Tempels wird das jedem gegenwärtig. Selbst zu Hauptbesuchszeiten geht es im Kölner Dom dagegen geradezu kontemplativ zu. Eine bunte Mischung aus traditionellen Anbetungsstellen, skurrilen Comicfiguren, martialischen Darstellungen von Fegefeuerszenarien oder großen, naiv wirkenden Tierskulpturen gepaart mit Besprechungsecken für Mönchsberatung, in Rauchschwaden der Räucherstäbchen gehüllte Verehrungsstätten, Verkaufsstände und ausnehmende Sitzgruppen beherrschen nicht wenige der weitläufigen Anlagen, die beliebte Ausflugsziele der Thais an Wochenenden oder freien Tagen sind und in denen sie eben jenen Volksglauben ausleben.

Wer die berühmten Tempelanlagen in Thailands Hauptstadt Bangkok – insbesondere Wat Phra Kaeo, Wat Arun und Wat Pho – oder die historischen Khmer-Tempel im Isaan besucht, der hat zwar einen Einblick in das kulturelle Erbe Thailands bekommen und Thailands zentrale, identitätsstiftende Symbolorte kennengelernt, aber nicht die Orte des lebhaft praktizierten Glaubens an Übersinnliches und Geisterwelten, an mönchische Heilkräfte und Wahrsagerei. Die finden sich eher in den vielen übers ganze Land verstreuten großen und kleinen Tempelanlagen, die vielleicht kulturhistorisch nicht immer von hoher Bedeutung sind, dafür aber für die Thais einen Hort ihrer Alltagskultur darstellen.

Auch in einer Zeit täglich wachsender wissenschaftlicher Erkenntnisse und forschender Entschlüsselung von früher unerklärlichen Phänomen sind die Thais quer durch alle Bildungs- und Gesellschaftsschichten noch immer der festen Überzeugung, dass jenseits des Sichtbaren eine Dimension existiert, in der andere Gesetzlichkeiten herrschen, die aber mit ihrem irdischen Leben fest verbunden ist und darauf Einfluss nimmt. Und diese Dimension in all ihren Ausprägungen – Ahnenkult, Dämonenwelten, Animismus und der Kreislauf des Karma – muss bedient und berücksichtigt werden: durch regelmäßige Besuche im Tempel, durch Spenden und Opfergaben, durch die Befragung von Seherinnen und Sehern, Kartenlegern oder Sterndeutern bei wichtigen Lebensentscheidungen, durch Ritualhandlungen bei Veränderungen – ob Autokauf oder Hochzeit –  und durch das Respektieren der Älteren in Dorf und Familie sowie die Einbeziehung des Dorf-, Innungs- oder Sippenschamanen in kleine und große Ereignisse des Lebens.

Diese symbolreiche Welt des Übersinnlichen ist im thailändischen Alltag allgegenwärtig, nimmt Einfluss auf Entscheidungen im privaten wie im geschäftlichen Leben, auf persönliches Verhalten der Thais, auf medizinische Behandlungen oder alltägliche Gewohnheiten. Wer als Besucher, Geschäftspartner, Freund oder Gefährte von Thais dies nicht weiß oder vergisst, wird sich manches Verhalten und manche Situation in Thailand nicht erklären können und dabei ratlos, fassungslos oder manchmal sogar verärgert zurückbleiben. Nicht wenige Irrationalitäten des thailändischen Alltags erschließen sich – wenn überhaupt – für den westlich geprägten Rationalisten nur dann, wenn er sich darüber bewusst ist, dass für die Thais diese „übersinnliche Dimension“ allgegenwärtig ist.

„Buddhistisch“ im engeren Sinne der Lehre des Buddha ist dieser gelebte thailändische Volksglaube allerdings nicht. Der Buddha liebt es ja eigentlich eher schlicht: ein paar goldene Regeln für das richtige Verhalten im gegenwärtigen Leben, die Verheißung auf Erleuchtung als finalen Zustand der Existenz jenseits des „Ich“, der Glaube an einen ewigen Kreislauf des Lebens, der vom Karma – also der letztlich immer zu einem selbst zurückkehrenden Wirkungen von guten wie schlechten Taten –  geprägt ist: Mehr braucht es nicht im Buddhismus. Keine komplizierten Götterwelten wie bei den Hindus, kein Glaubensbekenntnis an das Wunder der Auferstehung und an den einen, dreifaltigen Gott wie im Christentum, keine Ergebung, Hingabe und Unterwerfung unter Allah und seinen Propheten Mohammed wie im Islam.

Buddha sah sich nicht als Gott, sondern als Lehrer. Der Buddhismus kennt keine Dogmen. Er ist quasi eine zutiefst basisdemokratische Religion, in der jeder ein Buddha werden kann. In Thailand gilt das allerdings nur für die Männer. Frauen sind noch mindestens eine Wiedergeburt – dann als Mann natürlich – von der Buddhaschaft entfernt.

Das ist nicht in jedem buddhistischen Land so. So gibt es durchaus Regionen und Richtungen des Buddhismus – in Vietnam zum Beispiel – wo auch Frauen ein gleichwertiges mönchisches Leben führen können. Das ist in Thailand nicht der Fall. Zwar ordinieren Frauen gelegentlich auf Zeit, aber keinesfalls auf einer Ebene mit den Mönchen. Nicht mal in der gleichen Kleidung. Die berühmte gelbe Mönchsrobe ist den Männern vorbehalten. Frauen, die sich temporär oder ganz in den Dienst der Religion stellen, tragen weiße Gewänder. Und immer noch zählt zu den Mönchsregeln, dass Frauen von ihnen niemals direkt berührt werden dürfen. Wenn doch, so ist eine langwierige rituelle Reinigung fällig.

Worin sich der Buddhismus in Thailand nicht von anderen Ländern unterscheidet, ist der hybride Umgang mit vorbuddhistischen Glaubensvorstellungen und Riten. Überall dort, wo dieser Glaube im Laufe seiner rund 2500jährigen Geschichte Anhänger gefunden hatte, sind andere Überzeugungen, Rituale und Traditionen nicht ausgemerzt, sondern weiter zugelassen oder sogar integriert worden. Das lässt sich leicht an den unterschiedlichen Ausprägungen, Strukturen und Ritualen von Buddhisten in verschiedenen Kulturkreisen nachvollziehen. Während katholische Messen oder muslimische Freitagsgebete überall auf der Welt etwa gleich ablaufen, kennen die Anhänger Buddhas keine einheitliche Glaubenspraxis: Die Unterschiede zwischen japanischem Zen-Buddhismus, tibetischem Lamaismus und selbst innerhalb des Theravada-Buddhismus – etwa zwischen Sri Lanka und Thailand – sind mannigfaltig.

Während wir im katholischen Katechismus die Unvereinbarkeit mit anderen religiösen Praktiken und Glaubensvorstellungen lernen, während das Christentum „Saulus“ und „Paulus“ kennt, setzt der Buddhismus eher auf Toleranz und Vereinnahmung. So ist es nicht verwunderlich, dass zum Beispiel in Tibet Rituale, Geisterwelten und Volksfrömmigkeit der Bön-Religion, des Vorläuferglaubens der buddhistischen Lama-Kultur, einfach übernommen wurden und bis heute Erscheinungsbild und Glaubenspraxis im Himalaya prägen. Genauso ist es in Thailand mit der auf Geisterglauben, Naturerscheinungen und Weissagungen beruhenden animistischen Traditionen. Sie sind Teil des Volksglaubens und der religiösen und kulturellen Praxis geblieben. Und zwar nicht nur geduldet, sondern sogar integriert in das Wirken der buddhistischen Religion. So segnen die Mönche bei einer Hochzeitszeremonie nicht nur Wasser, Bindfäden, Kerzenwachs und andere Utensilien, die erst später während des „heidnischen“ Hochzeitsrituals zum Einsatz kommen. Auch der Dorfschamane, der dieses animistische Ritual moderieren wird, erfährt eine besondere Segnung während der Mönchszeremonie, die ihn reinigt, bekräftigt und schützt für sein Werk der Vermählung (siehe auch: https://scontour.com/2019/01/26/isaan-verschlafene-hochzeit/ ). Diese fast schon sprichwörtliche buddhistische Toleranz hat natürlich ihre Grenzen. Und zwar genau dort, wo politische und ökonomische Machtfragen beginnen, mit religiösen Überzeugungen verknüpft oder gar begründet werden und wo andere Religionen oder Weltanschauungen– einst oder heute – gegenüber den Buddhisten aggressiv missionieren.

Doch all diese rationalen Betrachtungen waren in meinem Moment in der Grotte des Isaan-Tempels – als mich der Hauch von „Vipassana“, von Einsicht erreichte – weit, weit weg. Ich war alleine dort. Meine thailändische Sippe war draußen auf dem Tempelgelände unterwegs oder noch in der Audienzhalle verblieben, um fasziniert der Heilkunst der Mönche dieses Tempels zu folgen, der bekannt dafür ist, medizinisch hoffnungslose Fälle mit insbesondere chronischen Krankheitsverläufen Hilfe und Linderung zu verschaffen. Eben erst trug und zerrte eine Thai-Familie die fast erwachsene Tochter, die offenkundig unter einem schweren epileptischen Anfall litt, zu einem Mönch. Ich bin medizinisch nicht sonderlich bewandert, aber tatsächlich gelang es dem Mönch, die junge Frau zu beruhigen und ins „Hier und Jetzt“ zurück zu holen – unter den staunenden Blicken von Angehörigen und sonstigen Anwesenden. Denn auch im Tempel ist Privatheit, Schutz vor allgemeiner Anteilnahme am intimen Geschehen einer Mönchsbefragung, eines Rituals oder eine Heilung gänzlich unbekannt. Sorgen, Verfehlungen, Krankheiten und Ratschläge werden miteinander geteilt – egal ob es sich um die dabeisitzenden Verwandten oder gänzlich unbekannte Zeitgenossen handelt. Und egal ob man sich im Tempel oder einer staatlichen Krankenstation befindet.

Umso dankbarer bin ich dafür, in „meinem Moment“ in der Grotte allein gewesen zu sein. Auch wenn ich mich gar nicht allein gelassen fühlte, sondern seltsam behütet und verstanden, ohne sagen zu können, durch was oder von wem. Das war auch gar nicht wichtig in diesem Moment. Ich schaute auf die Buddha-Statue gegenüber des Platzes, an dem ich mich in der sonst so schmerzhaften Hockposition niedergelassen hatte, die mir in diesem Augenblick jedoch gar nichts ausmachte. Ein leichter Lichtstrahl von außen berührte die Statue, von der ich durch ein tiefes, dunkles Loch, das sich in der Mitte der Grotte auftat, getrennt war. Heiliges Wasser aus einer Quelle füllte das Loch, um dessen Rand herum Gläubige kleine Statuen – Buddhas und Figuren aus der Geisterwelt – im Laufe der Jahre drapiert hatten. Aber meine Augen blieben eigentlich an nichts in diesem Raum hängen. Sie fühlten sich an wie nach innen gedreht. Mich umfasste eine Ruhe, wie ich sie eigentlich zuvor noch nie erlebte. Natürlich gibt es diese „Magic Moments“ beim einsamen Sonnenuntergang an einem menschenleeren Strand, beim Blick über endlose Reisfelder oder andere prägnante Landschaften bei meinen unbegleiteten Wanderschaften (siehe auch https://scontour.com/2019/01/06/sunset-the-smooth-of-every-day%ef%bb%bf/ und https://scontour.com/2019/05/29/isaan-wanderungen-bai-nai/ ).

Aber das hier war etwas unbeschreiblich anderes. Es fühlte sich stark und gut an. Losgelöst und bedürfnisfrei. Ruhig, aber hellwach. Lächelnd, aber frei von oberflächlicher Heiterkeit.

Ich bin mir heute nicht mehr sicher, wie lange ich in der Grotte allein blieb – vermutlich fühlte es sich viel länger an als es tatsächlich war. Eine Gruppe mir sehr gut bekannter Thai-Frauen betrat jedoch irgendwann in bekannter Manier miteinander schnatternd die Grotte und beendete diese, meine sonderbare Szenerie. Aber das eigentlich verwunderliche daran war: obwohl ich gerne noch länger in diesem Moment geblieben wäre, empfand ich weder Zorn auf die Gruppe, noch ärgerte ich mich über die schnelle Störung noch war ich enttäuscht darüber, dass der Moment schon zu Ende war. Vielmehr empfand ich Freude, Erleichterung und Dankbarkeit dafür, einen solchen Moment erlebt haben zu dürfen. Und immer noch milde lächelnd betrachtete ich voller Güte die Frauen, wie sie leicht erschrocken meiner gewahr wurden, das Gerede einstellten und sich in mit der immer wieder faszinierenden Anmut ihrer Bewegungen andächtig in die Hockposition begaben,  um ihre traditionellen Sanskritverse zu murmeln: in der Hoffnung, ihr Lebenskarma dadurch positiv zu beeinflussen und mit dem Wunsch, dem Buddha ein Stück näher zu kommen. Ich bin mir seit diesem Moment sicher: Beides ist tatsächlich möglich.

Die Aufnahmen von Tempelanlagen und Zeremonien entstanden in den Orten bzw. Provinzen Bangkok, Bang Sare, Buriram, Chachoengsao, Chonburi, Pattaya, Samut Prakan, Sisaket und Surin.